Paskal und das Pony

Ein Klassiker jetzt elektrisch – Eine Ausfahrt mit dem neuen Ford Mustang Mach-E

Bei schönstem Herbstwetter fand Anfang Oktober erneut unser zweiter Clubabend in Bad Saarow statt und diesmal reiste ich mit dem neuen Ford Mustang Mach-E an um ihn zu zähmen. Das Autohaus Ford Müller aus Strausberg stellte mir freundlicherweise einen Mach-E First Edition in knackigem Rot zur Verfügung. 338 PS, Dualelektromotor-Allradantrieb, 98,8 kWh Akku, Panoramadach und B&O-Soundsystem um nur einige Highlights zu erwähnen.

Zugegeben: Das ikonische „Pony Car“ ist ein Klassiker und 2020 sogar zum zweiten Mal in Folge der meistverkaufteste Sportwagen der Welt. Im August 2018 lief gar der 10-millionste Ford Mustang vom Band. Wahrlich also eine automobile Erfolgsgeschichte die jetzt elektrisch fortgeschrieben werden soll. Jedoch: Verbindet man mit einem Mustang nicht auch in erster Linie einen Verbrennermotor mit sattem Sound, der ungeduldig auf das Einrasten des Zündschlüssels wartet und seinen Fahrer auffordert, eifrig in die Sporen zu treten? In den USA ist die First Edition bereits ausverkauft. Die Kundentreue bei Ford ist hoch. Alles in allem also glänzende Aussichten. Ford tritt mit dem Mach-E in der Kategorie der elektrischen SUV an. Auch das ist neu, da der Mustang bisher als Coupé, Kombicoupé oder Cabriolet zu haben war. Die Designer haben ganze Arbeit geleistet, sportlich schick anzusehen ist er jedenfalls. Ein Clou ist das Fehlen klassischer Türgriffe zum Öffnen des Fahrzeugs. Stattdessen kann man einen Code auf dem Tastenfeld an der B-Säule eingeben oder es digital per Smartphone entriegeln. Das sorgt wiederum für eine effizientere Aerodynamik und spricht für ein frisches Design. Der Innenraum wirkt edel und aufgeräumt. Im Fonds sitzen auch große Menschen bequem. Vorne fällt sofort das große, hochkantige Touchdisplay ins Blickfeld über das fast alle Infotainment- und Klimafunktionen bedient werden können. Darauf läuft Ford SYNC4A als Betriebssystem, welches vom Verhalten des Benutzers lernt und viel benutzte Elemente schneller auffindbar platziert. Zudem ist es auch „Over-the-Air-Updatefähig“, so dass man sich mit der Zeit auf Verbesserungen seines Fahrzeugs freuen kann. Fordtypisch ist sehr viel Technik verbaut. Es gibt drei verschiedene Fahrmodi zur Auswahl: „zahm“, „aktiv“ und „temperamentvoll“, die sich entsprechend dem Fahrverhalten in Anzeigen, Ambientebeleuchtung, Sound und Effizienz unterscheiden. Ich habe in dieser Preisklasse keinen Assistenten oder etwas anderes vermisst. Schön ist auch Apple CarPlay per Bluetooth und induktives Laden des Smartphones in einem Fach vorne in der Mittelkonsole. So oder so ähnlich wünsche ich mir das bei allen Herstellern, da ich mein Smartphone sowieso immer dabei habe und es während der Fahrt komfortabel laden und ablegen möchte. Die volle Konnektivität mittels FordPass App habe ich nicht testen können und kann auch keine Erfahrungen zur Routenplanung unter Einbeziehung von Lademöglichkeiten geben. Die Reichweite des Testfahrzeugs wird laut WLTP-Norm mit 540 km angegeben. Da der Akku mit knapp 100 kWh recht großzügig bemessen ist, musste ich auf meiner Fahrt auch an keine Ladesäule. Im Frunk lassen sich sehr gut die Ladekabel verstauen. Ford ist Mitgründer des IONITY-Ladenetzwerks und lässt Käufer eines Mach-E im ersten Jahr für 0,31 Euro die kWh vergünstigt DC-Laden.

Fazit: Da das SUV-Segment seit Jahren immer noch Wachstumsraten aufweist, hat auch Ford bei seinem elektrischen Zugpferd darauf gesetzt. Die Transformation in eine neue Zeit ist dem Hersteller jedenfalls kraftvoll gelungen. Bleibt abzuwarten, ob das die weltweite Fanbasis ebenso sehen wird.

Testwagenpreis: 63.500 Euro                                                                       Autor: Paskal Jahn

Vielen Dank an Autohaus Ford Müller aus Strausberg für die Bereitstellung des Test-Fahrzeugs. https://www.ihrautohausmueller.de

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